Verlinkung einer Webseite und Linkbuilding
Ziel der Verlinkung einer Webseite und des Linkbuilding
Es heißt immer wieder, dass Webseiten möglichst hochwertigen, einmaligen Kontent liefern sollten. Auf die Webseite würden die Nutzer dann mit der Zeit freiwillig linken. “Ruhm und Ehre” käme von ganz allein, der Erfolg sich also einstellen. Doch gerade zu Beginn, bei jungen Domains bzw. Projekten, mag mancher Betreiber nicht ganz so viel Zeit mitbringen, bis sich ein nachhaltiges Link-Netzwerk “wie von Geisterhand” etabliert hat. Im Hinblick auf Shop-Betreiber, die sicherlich in einem recht knappen Zeitfenster Umsätze fahren wollen und müssen, dürfte es undenkbar sein, darauf zu warten, dass Freiwillige auf die Webseite linken und das Projekt damit immer sichtbarer wird.
Man kann, sollte und muss deshalb selbst Hand anlegen. Bei Google selbst läßt sich nachlesen, dass man sogar sicherstellen soll, Links anderer Webseiten auf die eigene Webseite zu erhalten – also wenn das keine Anstiftung ist :) Die Zielsetzung der Verlinkung bzw. des Linkbuilding ist schlicht das Sichtbarmachen einer Domain in den Suchmaschinenergebnissen.
Vorgehensweise bei der Verlinkung bzw. beim Linkbuilding
Da themenrelevante Links (also Links von anderen Webseiten mit sinnvollem, gleichgelagertem Inhalt) nicht wie Sand am Meer verfügbar sind, läßt sich gerade bei der Verlinkung bzw. des Linkbuilding von filigraner Feinarbeit sprechen. Es streiten sich die Gelehrten, denn auch Suchmaschinenbetreiber sind sich da nicht ganz treu. Google beispielweise drückt es einfach aus (01.01.2010), dass jeder Link einer anderen Webseite den PageRank der eigenen Seite erhöht. Mitnichten – denn das ist ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt, zumal erst in späteren Sätzen darauf hingewiesen wird, Spamlinks usw. immer besser erkennen zu wollen.
Und auch hier gilt, möglichst zwischen den Zeilen der Suchmaschinenbetreiber lesen zu können. Bei der Verlinkung von Webseiten bzw. beim Linkbuilding sollte man enorm Obacht walten lassen. Nicht die Vielzahl (Quantität) der eingehenden Links sind in den Vordergrund zu stellen, sondern die Hochwertigkeit (Qualität). Es ist sicherlich sehr schnell möglich, 100 Links von schwachsinnigen Webkatalogen und unsinnigen Verzeichnissen zu erhalten. Beim Mitlesen sieht man schon, dass das einerseits jeder selbst machen kann und andererseits niemals Wille welches Suchmaschinenbetreibers auch immer sein kann, von den Grunsätzen der Qualtität mal ganz abgesehen. Es ist schon deutlich schwieriger, 10 themenrelevante, sinnvolle Links zu ergattern. Es sagt schließlich auch niemand, dass die Verlinkung von Webseiten / das Linkbuilding einfach ist :)
Doch damit nicht genug: Suchmaschinenbetreiber können sehr wohl die Herkunft des Links erkennen (ist dieser automatisiert oder durch “typisch” menschliches Verhalten gesetzt worden?). Bei DMOZ, wovon ein Link nach wie vor erstrebenswert ist, prüfen Menschen (dort: Redakteure) die vorgeschlagene Webseite und listen diese, falls sinnvoll und kontextbezogen. DMOZ genießt insoweit Vertrauen bei den Suchmaschinenbetreibern und stellt einen empfehlenswerten “Webkatalog” dar.
Wenn also Webkataloge und/oder Verzeichnisse zum Linbuilding herangezogen werden sollen, dann sollten es möglichst solche sein, die die Vorschläge von Menschenhand prüfen. Kataloge und Verzeichnisse, die die Vorschläge sofort als Eintrag freischalten, animieren natürlich Spammer und andere schwarze Schafe, Domains dort einzutragen. Und schon findet sich die eigene Domain neben Webseiten, die eigentlich der bad neighborhood-Ecke oder sonstigen Negativ-Merkmalen zuzuordnen wären. Es muss deshalb dringlich beachtet werden, Einträge ausschließlich in “sauberen” Verzeichnissen und Katalogen vorzunehmen.
Welche Webseiten sind also für eine Verlinkung heranzuziehen, die eigentlich auch ganz gut ranken?
- Pointoo – Lokationen in Deutschland vermerken
- Linx – Portal für Produkte und Dienstleistungen
- Youbizz – Alternative zu Linx (falls kein B2B-Angebot)
- Hotfrog – deutsches Firmen-Portal
Dies insoweit eine kleine Übersicht, mit der man gewissenhaft starten kann. Weiterhin existieren zahllose Branchenverzeichnisse, in deren Listungen ein Eintrag bis heute nicht als negativ – zumindest schadhaft – angesehen werden kann. Darüber hinaus ist es grundsätzlich ratsam, auch Verlinkungen in den öffentlichen Branchenbüchern, wie etwa suchen.de, 11880.com und yellowmap.de anzustreben.

kann man davon ausgehen dass je höher der pagerank eines verzeichnisses oder kataloges umso sauberer? danke für die infos.
— ethan · 27. Mai 2010, 06:57 · #
Ohne die Glaskugel zu fragen: Grundsätzlich ja. Andererseites können solch starke Verzeichnisse und Kataloge ebenso negative Klatschen geben. Ich meine zwar nicht, dass eine Strafe von PageRank 7 auf PageRank 0 auch die Voraussetzungen für bad neighbourhood-Merkmale erfüllt (z.B. seinerzeit www.retort.de). Aber ich würde einen Eintrag dann dort besser entfernen.
— René Gransee · 27. Mai 2010, 10:09 · #